SCHIMMEL? Was tun?


Und ewig grüßt das Murmeltier… Jedes Jahr wieder erreichen uns, in den Wintermonaten, zahlreiche Anrufe wegen Schimmel. Insbesondere bei vermieteten Wohnungen kann das echt ein Problem sein.


Aus unseren Erfahrungen, bei Dachsanierungen und in der Gebäudeenergieberatung, stellen wir dann zuerst immer nachfolgende Fragen und geben die entsprechenden Antworten:


Wurden bei Ihnen Fenster und Türen erneuert, das Dach saniert, die Fassade gedämmt oder eine neue Heizung eingebaut?
JA = Das Gebäude ist wesentlich dichter und besser gedämmt als zuvor oder das Heizverhalten oder die Wirkung der Heizung haben sich verändert. Besser heizen und lüften.


Haben Sie ein Baby, kleine Kinder, Haustiere?
JA = Hier wird viel gewaschen und gekocht. Besser heizen und lüften. Übrigens: Das ist der Alptraum für jeden Gebäudeenergieberater 😉 Erklärt einer Mutter oder einem Vater mal, dass man das mit der Nestwärme auch übertreiben kann…


Trocknen Sie Ihre Wäsche in der Wohnung?
JA = Besser heizen und lüften! Oder besser gleich die Wäsche außerhalb der Wohnung trocknen oder einen Wäschetrockner mit Abluft nach außen verwenden.


Sind Ihre Fenster und Türen, insbesondere morgens nach dem Aufstehen, am Glas oder Rahmen innen feucht oder beschlagen?
JA = Besser heizen und lüften!


Haben Sie ein Aquarium, Luftbefeuchter, duschen oder kochen Sie viel und ist der Schimmel in diesen Räumen?
JA = Besser heizen und lüften!


Grundsätzlich empfehlen wir das Aufstellen eines Luftfeuchte- und Temperaturmessgerätes. Die Luftfeuchtigkeit sollte so zwischen 35-55% bei einer Raumtemperatur von mind. 18-20 Grad sein. Das sind jedoch keine festen Werte sondern abhängig von der Jahreszeit, dem Standort, der Sonneneinstrahlung, Zustand und Alter des Gebäudes. Wenn es draußen kalt ist, treten die Probleme öfter auf. Einfach durch entsprechendes Lüften und Heizen ausprobieren ob dann feuchte Stellen (oder Kondensat) abtrocknen oder gar nicht erst entsteht. Lüften bedeutet übrigens nicht Fenster in Kippstellung zu bringen. Querlüften, am besten durch alle Räume, mind. 10-15 Minuten ist angesagt, sonst bringt das gar nichts! Immer wieder hören wir auch: „Aber ich lüfte regelmäßig und merke wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist“. Vergessen Sie es! Der Mensch ist überhaupt nicht in der Lage, in seiner eigenen Wohnung, die Luftfeuchtigkeit nach Gefühl zu beurteilen.


Wird bei Fenstern beim Lüften festgestellt, das Glasscheiben, Fensterrahmen oder Flügel innen feucht oder beschlagen sind sollte das mit einem trockenen, weichen Tuch jedes Mal abgewischt und das Nutzerverhalten (siehe Empfehlung vor) angepasst werden. Fenster sollten sowieso innen regelmäßig mit warmem Wasser, etwas Spülmittel und einem weichen Tuch gereinigt werden.


Gerade bei Altbauten gibt es oft Wärmebrücken, die nicht zu beheben sind. Das ist völlig normal und lässt sich nicht immer vollumfänglich beheben. Hier hilft nur ein angepasstes Nutzerverhalten.


Hilft das alles nicht sind evtl. weitere Prüfungen erforderlich. Das geht sehr gut auf der Basis von Erfahrungen und geeigneten Messinstrumenten.

Wenn Sie Fragen haben stehen wir gerne zur Verfügung.